Partizipation im – oder für mich – am Kitaalltag

Letzte Woche berichtete ich von meinem ersten Elternabend in der Kita. Es war richtig toll. Es ging ja um Partizipation. Unser Betreuerteam hat Partizipation in allen Aspekten des Alltags in der Kita vorgestellt und beschrieben und damit deutlich aufgezeigt wie sich das als roter Faden durch den Alltag in der Kita-Gruppe zieht. Es geht um Selbstbestimmung, Selbstständigkeit, Beteiligung, Entscheidungsfreudigkeit, Teilhabe und Kreativität, Selbstvertrauen, Wertschätzung und Mündigkeit.

Selbstbestimmt essen, kreativ spielen, ein wertschätzender Umgang der Betreuer gegenüber den Kindern oder das Entwickeln und Stärken des Selbstvertrauens, indem die Kinder selbst Erfahrungen sammeln und viel ausprobieren können…
Eigenständig die Lieder für den Singkreis auswählen, helfen den Tisch zu decken…es gibt so viele Möglichkeiten über den Tag hinweg.

Nun hängt das Plakat zum Thema aus und ich laufe diese Woche jeden Tag daran vorbei. Nach dem morgendlichen hinbringen fahre ich mit dem Fahrrad weiter zur Arbeit und dachte dabei weiter über Partizipation nach.

Ich stellte mir die Frage, wie ich am Alltag der Kita oder unserer Kita-Gruppe und dem Kita-Alltag meiner Tochter partizipiere? Was kann ich beitragen? Will ich aktiv partizipieren und am Kitaalltag teilnehmen?

Mir ist es wichtig möglichst viel vom Alltag dort mit zubekommen. Ich möchte wissen, was am Vormittag gemacht wurde oder womit sich die Kinder beschäftigt haben oder was es sonst Aktuelles gibt.

Wie nehme ich am Kitaalltag teil?

  • Was steht gerade im Mittelpunkt der Gruppe? Wird mehr gebastelt und gemalt? Oder steht die Bewegung ob draußen oder in der Turnhalle im Fokus?
  • Gibt es Veränderungen in der Gruppe? Stehen Abschiede an, welche Kinder befinden sich gerade in der Eingewöhnung? Gibt es Veränderungen im Betreuer-Team, wie interne Wechsel oder auch neue Praktikanten oder Bufdis?
  • Aktiv etwas mitbekommen und im Besonderen aufnehmen kann ich nur, wenn ich mir auch bewusst die Zeit dafür nehme und mich darauf konzentriere und einlasse.
  • Woran arbeitet das Team gerade konzeptionell oder was bietet die Einrichtung gerade für Angebote an (Bücherausstellung, Fototermine, Friseur, Musikgarten etc.)

Wie kann ich aktiv partizipieren?

  • Die Teilnahme an den Angeboten, die angeboten werden, ist die einfachste Möglichkeit aktiv teilzunehmen. Das kann das Sommerfest sein, bei uns aktuell das Laternenfest oder der Advents-Nachmittag. Was auch immer – einfach MITMACHEN.
  • Die Elternabende, die angeboten werden.  Ich bin der Auffassung, dass es auch wertgeschätzt werden muss, dass sich das Betreuerteam bemüht, sich vorbereitet und ein Thema vorstellt. Diese Möglichkeit steht uns Eltern zur Verfügung. Ein Elternabend ist was es ist. Ein Abend für Eltern, an dem Zeit ist, für die Fragen, für Lob und Kritik, für alles, wofür im normalen Alltag die Zeit oder auch einfach der Kopf fehlt.
  • Informationsveranstaltungen: Oftmals werden sicher weitere Veranstaltungen angeboten, die uns Eltern eine weitere Möglichkeit bieten, aktiv am Geschehen teilzunehmen.
  • Und dann gibt es noch die Gremienarbeit. In den meisten Fällen gibt es einen Beirat oder einen Vorstand (bei Elterninitiativen), wo man sich als Eltern dann noch ausgiebiger mit engagieren und gestalten kann.
  • Elterngespräche. Sie sind eine wichtiger und notwendiger Punkt der Partizipation. Denn dort geht es in ruhiger Atmosphäre und neutraler Umgebung um unsere Kinder und die Zeit die sie nicht mehr in unserer Umgebung sondern in der Kita verbringen.  Es ist Austausch und Kommunikation, bei dem es um das Wichtigste geht, was wir haben.

Ich persönlich möchte viel partizipieren. Mir ist es wichtig zu wissen, was gerade so los ist. Mit einer Aussage „gut gegessen und geschlafen gebe ich mich nicht wirklich zufrieden (eine so kurze Aussage habe ich aber bisher auch noch nicht bekommen.

Zudem nehme ich mir die Zeit beim Bringen und Abholen. Da kann der Morgen noch so stressig gestartet sein oder ich mal wieder kurz vor knapp aus dem Büro rausgekommen. In der Kita angekommen bleibt diese Unruhe und der Stress draußen, ich blende es für die Zeit in der Kita aus und konzentriere mich auf meine Tochter und ihre Zeit in ihrer Gruppe.

Und meistens gelingt es mir.

Wie seht ihr das? Wie nehmt ihr daran teil? Welche Möglichkeiten gibt es bei euch?

Alles Liebe,
Susanne

 

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