Unser Beikoststart

Wisst ihr noch wie das war? Ich kann mich noch so gut daran erinnern….das erste Essen für unsere kleine C – etwas anderes als Muttermilch. Ich war ja wirklich aufgeregt. Wie würde sie darauf reagieren? Plötzlich etwas anderes als die Brust bzw. Muttermilch? Wird sie vor Entsetzen alles verweigern? Oder begeistert und voller Neugier zugreifen? Wird sie sich füttern lassen? Oder lieber selbst etwas in die Hand nehmen und zum Mund führen?

Der Beikoststart ist ein heiß diskutiertes Thema. Ebenso wie bei der Frage ob Stillen oder nicht oder Spontangeburt oder Kaiserschnitt, scheiden sich hier schnell die Geister. Warum eigentlich? Sicherlich sind diese Themen immer mit ganz vielen Emotionen bei uns Mamas verbunden. Jede Mama will schließlich das Beste für ihr Kind und handelt entsprechend.

Oftmals finde ich diese Diskussionen zu dogmatisch. Das ist so gar nicht mein Fall, für mich gibt es nicht nur schwarz oder weiß, ich mag es vielfältig und bunt. So war auch unser Start in C’s neue Welt des Essens.

Ich kann mich noch gut an C’s U4 bei ihrem Kinderarzt erinnern. Im Gespräch machte er mich darauf aufmerksam, doch nun mit der Beikost zusätzlich zur Muttermilch zu beginnen. Er empfahl mir mit einem pürierten Gemüsebrei (ich glaube es war einfach Karotte) zu starten. Da wir aber kurz darauf in Urlaub fuhren und ich mir vorgenommen hatte, das Essen für C selbst zuzubereiten, entschieden wir uns, noch nicht im Urlaub mit der Beikost zu starten, sondern entspannt danach zu Hause. Nichts ganz uneigennützig, denn ich empfand es immer super praktisch, durch das Stillen, alles immer dabei zu haben.

Zumal war C zu diesem Zeitpunkt gerade fünf Monate und die WHO empfiehlt ja auch 6 Monate voll zu stillen. Außerdem war C mit ihrer Muttermilch sehr zufrieden und machte in keiner Weise den Eindruck, als fehlte ihr etwas.

Entspannt ging es in unseren erstem Familien-Sommerurlaub. Und wie als solle es so sein, beobachteten wir mehr und mehr ihr aufkommendes Interesse an dem, was so für uns auf dem Tisch bereit stand. Da sind sie also die ersten Beikostreifezeichen. Nach dem Urlaub kann es also losgehen.

Und sobald man sich mit dem Thema Babyernährung beschäftigt kommt man schnell zu den beiden Varianten Breikost – Gläschen oder selber kochen – oder  Baby-Led-Weaning (BLW). Sicherlich las ich das ein oder andere, holte mir Ideen und Rezepte, der Austausch darüber fand hauptsächlich mit den Mamas aus unserem Mamatreff statt.

Unser Weg

Ich entschied mich dazu C Brei anzubieten und begann damit am Mittag. Gleichzeitig bekam sie aber hin und wieder auch mal ein Stück Brot zum Probieren. Beides gefiel ihr gut. Unser Beikoststart war also eine Kombination aus Breikost und Fingerfood. Das fühlte sich für mich gut an und C genoss es, zu essen – sich füttern zu lassen, auf einem Stück Brot zu kauen oder einem Stück Gurke zu lutschen. So lernte sie ein wenig gelenkt aber auch selbst bestimmt die Welt des Essens kennen.

An manchen Tagen klappte es gut und dann gab es wieder Tage, an denen wieder mehr gestillt wurde und es an Essen maximal ein paar Löffel waren. Aber grundsätzlich gefiel es C zu essen und das zu sehen, gab mir ein gutes Gefühl und damit auch Sicherheit, dass alles so ganz gut ist. Nach ein paar Wochen verdrückte sie zum Mittagessen eine ordentliche Portion, sodass ich danach auch nicht mehr stillte, zumindest nicht des Hungers wegen :-). Nach und nach kamen mehr Lebensmittel über den Tag verteilt hinzu und es machte uns riesigen Spaß, dass sie schon so aktiv am Essen teilnehmen konnte.

Die Angst vorm Verschlucken

Sicherlich hatte auch ich hin und wieder Angst sie könne sich verschlucken. Bisher ist das nur einmal passiert. Wir waren zum Essen in einem Restaurant und C saß auf dem Schoß ihrer Oma, mir gegenüber. Genüsslich kaute sie auf einem Stück Brot, als plötzlich ihr Kopf rot wurde und die Augen groß.  Ich hab mich so erschrocken und C auch. Aber sie hat das störende Stück Brot „einfach“ wieder hochgewürgt. In dem Moment war es ein Schock, aber im Nachhinein muss ich sagen, war es sehr lehrreich für  mich. Denn ich habe sie dabei beobachten können, wie kompetent sie war und wie sie sich selbst zu helfen wusste. Das hat mir gezeigt, dass ich ihr das Essen und den Umgang damit zutrauen kann und sie machen lassen kann. Und bei Bedarf bin ich da und helfe ihr.

Sicherlich klingt das nun für viele sehr einfach. C ist in der Tat eine gute Esserin, den Beikoststart hat sie sich und auch uns recht einfach gemacht. Jetzt mit 14 Monaten isst sie einfach mit…mal ganz alleine, mal mit Unterstützung, mal mehr mal weniger, so wie sie es braucht.

Kleine Unterstützer und Helferlein

Unabhängig davon, ob Brei oder Fingerfood, C und alles um sie herum und meist auch ich waren nach einer Mahlzeit eingekleckert.

  • Oftmal gab es neben dem Lätzchen das C trug, auch noch ein Spucktuch, was ich ihr irgendwie umlegte. Was sich aber wirklich gelohnt hat, ist das „Lätzchen-Hemd“ von Ikea.  
  • Auch eine tolle Sache war bzw. ist eine Silikonmatte mit integriertem Teller, rutschfest und damit super geeignet für die ersten Essversuche. inzwischen zieht sie die Matte allerdings vom Tisch oder hebt sie an. Somit stellen wir ihr inzwischen einfach einen Teller hin. Aber für die ersten Monate war die Matter wirklich gut.

adamass-platzteller.jpg

  • Lesenswert fand ich auch den Blog Breifreibaby.de Dort dreht sich ganz viel um breifreie Babykost mit vielen leckeren Rezeptideen und Erfahrungsberichten.

Wie ist euer Beikoststart mit euren Kleinen gelaufen? Gab es Brei oder habt ihr nach „Baby-led Weaning“ gestartet?

Alles Liebe,
Susanne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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